Für gutes Selbstfärben: Das bedeuten die Nummern auf Drogerie-Haarfarbe

Das Geheimnis hinter den Nummern auf Drogerie-Haarfarben erkennen

Wer sich schon einmal mit einem Karton „Mittelblond 7.3“ in der Hand im Drogeriemarkt wiederfand und hoffte, genauso auszusehen wie das Modell auf der Packung, kennt den kleinen Schock beim Blick in den Spiegel. Das Ergebnis weicht oft überraschend ab. Doch hinter diesen scheinbar kryptischen Zahlen verbirgt sich ein ganz klares System, das helfen kann, das eigene Farbergebnis besser einzuschätzen.

  • Erste Zahl: Gibt die Farbtiefe an, also wie hell oder dunkel der Farbton ist.
  • Zahlen nach dem Punkt: Beschreiben den Farbreflex oder die Nuance, die der Farbe zugrunde liegt.
  • Zwei Reflexzahlen: Bei Kombinationen wie 7.43 steht die erste Zahl für den dominanten und die zweite für den sekundären Farbreflex.

Die Bedeutung der Farbtiefen verstehen

Die erste Zahl vor dem Punkt ist ein Schlüsselindikator, der auf eine international verwendete Skala zurückgeht:

  • 1 = Schwarz
  • 2 = Dunkelbraun
  • 3 = Mittelbraun
  • 4 = Kastanienbraun
  • 5 = Hellbraun
  • 6 = Dunkelblond
  • 7 = Mittelblond
  • 8 = Hellblond
  • 9 = Sehr Hellblond
  • 10 = Extra Hellblond

Dieses Verständnis gibt jeder DIY-Kundin oder jedem DIY-Kunden eine solide Grundlage, um realistische Erwartungen an das Farbergebnis zu knüpfen.

Das Farbreflex-System: Nuancen und Untertöne erkennen

Die Zahlen nach dem Punkt verraten, welche Nuancen im Haar zum Vorschein kommen:

  • .0 = Natur (neutral)
  • .1 = Asch (kühl, bläulich)
  • .2 = Irisé/Pearl (violett)
  • .3 = Gold (warm, gelblich)
  • .4 = Kupfer (rötlich-orange)
  • .5 = Mahagoni (rot-violett)
  • .6 = Rot (intensiv)
  • .7 = Matt (grünlich, neutralisiert Rot)
  • .8 = Perl/Sand (beige)
  • .9 = Cendré (grau)

Wer also eine Farbe mit der Nummer 6.34 wählt, bekommt ein Dunkelblond mit goldenen und kupferfarbenen Reflexen – eine warme, lebendige Nuance. Oder bei 10.1 entsteht ein extra helles, kühles Aschblond.

Der Einfluss von Ausgangshaar und Haarstruktur auf das Farbergebnis

Die Frage „Wie sieht die Farbe tatsächlich aus?“ lässt sich nicht allein mit der Nummer beantworten. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle:

  • Ausgangshaarfarbe: Dunkles Haar überdeckt helle Nuancen; helle Haare zeigen Farben intensiver.
  • Haarstruktur: Poröses Haar nimmt Farbe stärker auf und wirkt dunkler; gesundes Haar reflektiert mehr Licht.
  • Frühere Färbungen: Alte Pigmente können neue Farbtöne verändern, z. B. macht ein aschiger Ton auf warmem Gold das Ergebnis grünstichig.
  • Art der Coloration: Tönungen legen sich auf, Colorationen dringen ein und können Haare aufhellen.

Ein kluger Tipp aus der Praxis ist, bei einer Farbänderung lieber innerhalb der eigenen Farbtiefe zu bleiben und durch Untertöne für Verschiebungen zu sorgen. Ein gelungener Strähnentest vorab macht unerwünschte Überraschungen seltener.

Selber färben – mit Freude und Bewusstsein

Die Entscheidung, die Haare selbst zu färben, ist ein kleines Styling-Abenteuer, das mit dem richtigen Wissen entspannter wird:

  • Professionelle Beratung: Friseure beherrschen Techniken, die zuhause schwer zu kopieren sind und erzielen oft homogenere Ergebnisse.
  • Drogerie-Haarfarben sind tendenziell sanfter, können aber bei unbehandeltem Haar wundervolle Resultate bieten.
  • Vorsicht bei chemisch behandeltem Haar: Hier verändert sich das Farbergebnis oft unvorhersehbar.
  • Vorbereitung und Geduld: Sorgfältiges Lesen der Nummern und Testfärben sind der Schlüssel zu einem zufriedenstellenden Look.

Mit diesen Tipps steht einem gelungenen DIY-Selbstfärbeerlebnis nichts mehr im Weg!

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